Kaiser-Friedrich-Quelle

Die Kaiser-Friedrich-Quelle war ein Mineralbrunnen in Offenbach am Main. Ihre Entdeckung verdankt sie einem Zufall. Im Jahr 1885 lässt ein Offenbacher Fabrikant auf seinem Grundstück nach Brauchwasser bohren. Nach 3 Jahre langer Suche wird er in 275 Metern Tiefe fündig. Das Wasser, das zu Tage tritt, ist allerdings zu warm und zu salzig, um Maschinen zu kühlen und Kunsteis herzustellen. Ein bekannter Chemiker dieser Zeit, Carl Remigius Fresenius, erkennt in dem Wasser einen hohen Mineralienanteil und stuft es als besonders wertvoll ein. Die Stadt Offenbach wird für kurze Zeit Kurstadt und das wertvolle Mineralwasser wird in Flaschen abgefüllt und in alle Welt verkauft.

Das Buch dokumentiert die Geschichte der Kaiser-Friedrich-Quelle und beantwortet wesentliche Fragen rund um die Thematik des Mineralwassers. Die wichtigsten Bestandteile bilden dabei der Schutzumschlag als geologische Landkarte, die Unternehmensgeschichte, die naturwissenschaftlichen Beschreibungen des Mineralwassers, ein Interview mit Informationsgrafiken und das Glossar zur Erläuterung der Fachbegriffe. Das Buch möchte einen Einblick in einen bekannten Teil Offenbacher Unternehmensgeschichte geben und ein Interesse für die Thematik des Mineralwassers wecken.

Das Buch ist einsehbar im Stadtarchiv Offenbach am Main
offenbach.de/haus_der_stadtgeschichte

Buch mit Schutzumschlag und Schuber
108 Seiten, 190 × 260 mm
Digitaldruck, Blindprägung

Wie viel Wasser schüttet eine Mineralquelle pro Stunde?

Als Schüttung wird die pro Zeiteinheit ausfließende Wassermenge aus einer natürlichen Quelle oder einer artesischen Bohrung (Brunnen) bezeichnet. Die Schüttung der Kaiser-Friedrich-Quelle betrug 38.000 Liter pro Stunde. Der Gasteiner Mineralbrunnen in Bad Gastein (Österreich) schüttet vergleichsweise mehr als 200.000 Liter pro Stunde.

Welche Tiefe haben Mineralbrunnen?

Die Tiefen von Mineralbrunnen schwanken zwischen einigen Zehner von Metern, wie der Zwestener Löwensprudel mit 12 Metern, bis selten mehr als 2.000 Metern, wie beim Aachener Kaiserbrunnen.