Die Gemeinde Bernhardswald liegt in Bayern im Landkreis Regensburg. Das Gemeindegebiet durchzieht eine Bundesstraße, welche sich von der Donauebene ausgehend bis in den Bayrischen Wald erstreckt. Die Gemeinde stellt auf diese Weise eine Verbindung zwischen beiden Landschaftsgebieten dar.

Das wohl markanteste Gebäude der Gemeinde ist die Hofmark in Bernhardswald. Die ehemalige Gutsanlage stammt aus dem 14. Jahrhundert und tritt durch das architektonische Stilelement, dem gotischen Treppengiebel, besonders hervor. Der Entwurf für das Erscheinungsbild der Gemeinde Bernhardswald greift in der Bildmarke deshalb die Form des Treppengiebels bzw. der Treppe auf.

Die geometrische Darstellung der Treppe macht in der Bildmarke die geografische Lage der Gemeinde Bernhardswald deutlich. Je nachdem von welchem Standpunkt aus man auf die Gemeinde blickt, von oben: Bayrischer Wald oder von unten: Donauebene, erscheint die Gemeinde als davor, dahinter oder einfach als dazwischen liegend. Dieser Zwischenraum, das Gemeindegebiet, zeigt sich durch eine besonders landschaftlich reizvolle Umgebung und stellt sowohl für den Städter, Reisenden als auch für die Bewohner der Gemeinde einen Ort der Erholung dar. Dieses Idyll kommt in der Wortmarke »Gemeinde Bernhardswald« durch die wohl proportionierte und kalligraphisch betonte Antiqua-Schrift »Dorian« des niederländischen Schriftgestalters Elmo von Slingerland zum Ausdruck.

Die Treppe ist nicht nur Verbindungselement, sondern markiert auch einen Weg, den Weg zwischen beiden Landschaftsgebieten: Donau und Bayrischer Wald. Folglich lässt sich feststellen: »Die Gemeinde Bernhardswald liegt auf dem Weg«. Diese Aussage, welche als Slogan fungiert, ist in ihrer Bedeutung zweideutig. Zum einen weist sie auf den Wert des Besuchens der Gemeinde hin, zum anderen bedeutet »auf dem Weg liegend« auch fortschrittlich zu sein. Dieser Fortschritts-Gedanke wird auch in der Bildmarke durch die Darstellung der Treppe, als Symbol des Aufstiegs, charakterisiert.

Entstanden: 2015